Eine eigene E-Mail-Liste aufbauen in 4 einfachen Schritten

Eine eigene E-Mail-Liste aufbauen, ist der erste Schritt zur Festigung und Steigerung des Umsatzes. Richtig eingesetzt, steckt viel Geld in der Liste. Doch wie kann man seine E-Mail-Liste richtig und am besten schnell aufbauen?


E-Mail-Liste am Laptop
© unsplash.com

Ich liebe E-Mail-Marketing, deshalb ist auch NewsletterMarketer.de entstanden. Für mich ist das eines der mächtigsten Werkzeuge, die man heute im Online-Business nutzen kann.

Es bietet uns unter anderem eine zusätzliche Sicherheit für Zeiten, in denen beispielsweise ein Besucherkanal wegbricht. Doch man hat noch viele weitere Vorteile, wie dieser Artikel zeigen wird.

Warum sollte man eine eigene E-Mail-Liste aufbauen?

Der erste Grund, warum man eine eigene E-Mail-Liste aufbauen sollte, betrifft direkt den Umsatz. Es ist sehr schwierig, mit dem Einsatz eines Newsletters, den Umsatz nicht zu steigern.

Richtig: man muss schon sehr viel falsch machen, wenn man einen Newsletter an seine Liste versendet und damit keinen Umsatz macht.

Eine E-Mail-Liste ist heute der größte Umsatzhebel, um quasi per „Knopfdruck“ Einnahmen zu erzeugen. Damit ist E-Mail-Marketing zur Kundenakquise deutlich effektiver als Suchmaschinen und soziale Netzwerke.

Hier ist eine Statistik, die zeigt, wie viel effektiver E-Mail als Werbemedium ist:

E-Mail-Marketing Effektivität
© campaignmonitor.com / E-Mail-Marketing Effektivität

Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft das Vertrauen.

Man benötigt ungefähr 7 Kontakte mit einem neuen Web-Besucher, bis dieser genügend Vertrauen zu einer Marke oder Produkt bekommt, um etwas zu kaufen.

Wenn man Besucher von Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken bekommt, schafft man es in den meisten Fällen nicht, dem Besucher sofort beim ersten Kontakt etwas zu verkaufen.

Der wohl wichtigste Grund, warum man eine eigene E-Mail-Liste aufbauen sollte, betrifft den Traffic – die Lebensader einer Website. Baut man eine Website auf, die auf Besucher von Google oder eine andere Besucherquelle angewiesen ist, hat man ein großes Risiko.

Bricht die einzige Besucherquelle weg, brechen auch die Einnahmen ein. So wird eine Website, die monatlich 1.000 Euro und mehr verdient, nach dem Ausfallen der Besucherquelle kein Geld mehr verdienen.

Bei einer E-Mail-Liste kann das hingegen nicht passieren, denn man kann die Kontakte beliebig oft per E-Mail kontaktieren.

Sind Sie überzeugt von einer eigenen E-Mail-Liste?

Dann lassen Sie uns die einzelnen Schritte anschauen, um eine hochwertige E-Mail-Liste möglichst schnell aufzubauen.

Schritt 1: Die E-Mail-Marketing-Software

Zunächst benötigt man eine Software, mit der man Newsletter versenden kann. Hierzu kann man entweder eine eigene Software oder einen Service nutzen. Man kann keine große E-Mail-Liste aufbauen, wenn man die Empfänger auf dem lokalen Computer verwaltet!

Die Software sorgt nicht nur dafür, dass die Empfänger in Gruppen und Listen eingeteilt werden, sondern auch, um den Versand zu automatisieren.

Besonders bei großen Listen mit mehreren hundert oder tausend Empfängern kann man keine E-Mails mehr manuell versenden. Der zeitliche Aufwand wäre einfach zu hoch, als dass sich die Sache wirtschaftlich lohnen würde.

Schritt 2: Die Anmeldung zum Newsletter

Nur in sehr wenigen Brachen kann man heute einen Interessenten dazu bringen, seine E-Mail-Adresse in ein Eingabefeld einzutragen und sich zu einem Newsletter anzumelden.

Aus diesem Grund sollte man heute etwas nachhelfen.

In der Praxis haben sich kostenlose Beigaben, die häufig auch als Köder oder Geschenke bezeichnet werden, beim Aufbauen von großen E-Mail-Listen bewährt.

Ein solches Geschenk kann folgendes sein:

  • Ein 7-Tage-E-Mail-Kurs zum Thema X
  • Ein Gratis-Gutschein im Wert von X Euro
  • Ein Gratis-eBook oder Videokurs
  • Eine kostenlose Software
  • Zugang zu einem Informationsbereich
  • Eine kostenlose Beratung per E-Mail oder Telefon
  • Ein Gratis-Seminar oder Webinar

Die meiste Zeit arbeite ich entweder mit einem 7-Tage-Kurs oder einem Gratis-eBook. Solche Ressourcen lassen sich sehr schnell erstellen und funktionieren auch heute noch sehr gut, um Interessenten dazu zu bringen, den Newsletter zu abonnieren.

Bei Shops funktionieren Gutscheine sehr gut, denn jeder versucht beim Einkauf Geld zu sparen. In Beratungsbranchen funktioniert die kostenlose Beratung per E-Mail oder Telefon am besten.

Wichtig ist, dass der Interessent sofort nach der Eintragung sein „Geschenk“ bekommt und dass das Geschenk auch wirklich kostenlos ist. Jegliche Überraschung wird den Interessenten vergraulen und zum Abbestellen des Newsletters bringen.

Beispiel für ein Newsletter-Formular
© wordpress.org (PluginOps) / Beispiel für ein Newsletter-Formular

Zum Einsammeln der E-Mail-Adressen fügt man ein Formular in seine Website ein.

Geeignete Plätze für ein solches Formular sind:

  • Direkt im Artikel oder gleich unterhalb
  • Die Sidebar (Seitenbereich)
  • Im Pop-Up, wenn der Besucher die Seite verlassen will

Ich baue meine Formulare in die Sidebar ein oder unterhalb jedes Artikels. Hier stören diese Formulare nicht, sind nicht zu aufdringlich platziert und bringen dennoch viele Interessenten dazu, sich zum Newsletter anzumelden.

Schritt 3: Vertrauen aufbauen

Sobald der Interessent in unserer E-Mail-Liste ist, müssen wir diesen „aufwärmen“.

Ein neuer Interessent auf der Liste kennt uns nicht und vertraut uns auch nicht. Besonders das Vertrauen ist aber sehr wichtig und muss nicht selten über mehrere Wochen oder Monate aufgebaut werden.

Vertrauen gewinnt man, indem man dem Interessenten nützliche Informationen per E-Mail zusendet und indem man absolut transparent ist. Man darf sich nicht verstecken, wenn man eine E-Mail-Liste mit potenziellen Kunden aufbauen möchte.

Es gibt viele Versender von Newslettern, die zum Beispiel im Impressum eine Auslandsadresse angeben. Das ist nicht gerade der Ideale Weg, um Vertrauen beim Interessenten zu wecken, finden Sie nicht auch?

Weiter ist das Verhältnis zwischen informativen und werbelastigen E-Mails wichtig. Ich halte mich an die ganz einfache Regel, dass ich mindestens 4 nützliche Newsletter raussende und erst danach Werbung per E-Mail verschicke.

Danach werden wieder 4 informative Newsletter versendet und im Anschluss kann man wieder werben. Das ist der sicherste Weg, um seine Leser nicht mit zu häufiger Werbung zu belästigen und sie dadurch zu einer Abmeldung zu bewegen.

Schritt 4: Mit der E-Mail-Liste Geld verdienen

Zum Aufbauen einer großen E-Mail-Liste ist es auch wichtig, mit dem Newsletter Geld zu verdienen. Die Zeit, die man für den Aufbau einer hochwertigen Liste investiert, muss man ja irgendwie refinanzieren.

Wenn man eine hochwertige E-Mail-Liste aufbaut, dann tut man dieses natürlich auch dafür, um mit dieser Geld zu verdienen. Indem wir dem Empfänger hochwertige Inhalte per E-Mail zusenden, gewinnen wir sein Vertrauen.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man das Vertrauen in Geld umwandeln kann. Ich empfehle, mindestens eine Woche, am besten 2 Wochen lang nach der Anmeldung zum Newsletter, nur wertvolle Inhalte an jeden neuen Leser zu versenden.

Dies kann man sehr einfach mit Follow-Up-E-Mails realisieren. Dabei handelt es sich um E-Mails, die automatisch an jeden einzelnen Empfänger nach einem festgelegten Intervall versandt werden, sobald dieser sich in eine Liste einträgt.

In dieser Zeit baut man vollautomatisch Vertrauen beim Interessenten auf und kann ab der dritten Wochen bereits hin und wieder einige Werbekampagnen machen, um die Liste zu monetarisieren.

Für die Monetarisierung greife ich entweder auf eigene Produkte oder auf Affiliate-Produkte zurück. Eigene Produkte hat nicht jeder, somit ist die Option mit Affiliate-Produkten für die meisten am interessantesten.

Es gibt heute viele Partnerprogramme für Shops und Einzelprodukte, die man gegen Provision bewerben kann. Zu beachten ist, dass es vom Betreiber des Partnerprogramms ausdrücklich erlaubt sein muss, per E-Mail zu werben!

Amazon beispielsweise hat auch ein eigenes Partnerprogramm, doch E-Mail-Werbung ist verboten und kann zur Sperrung des Partnerkontos führen!

Ich bewerbe in den meisten Fällen digitale Produkte wie eBooks, Videokurse, Webinare und Software für PC oder Smartphone. Bei solchen Produkten ist E-Mail-Werbung meistens erlaubt.

Was gibt es zu beachten, wenn man eine E-Mail-Liste aufbauen will?

Es gibt einige wichtige Sachen zu beachten, wenn man langfristig erfolgreich mit E-Mail-Marketing Geld verdienen will, denn eben deshalb baut man schließlich eine große E-Mail-Liste auf.

Lassen Sie uns die einzelnen Punkte anschauen:

  • Double-Opt-In – Sie müssen von jedem Empfänger eine Einwilligung für die Kontaktaufnahme per E-Mail einholen, dies geschieht durch das Double-Opt-In Verfahren.
  • Inhalt/Werbung – unter keinen Umständen sollte man zu viel Werbung per E-Mail versenden, schon gar nicht in Informationsbranchen. Hier sollte man das Verhältnis 4:1 einhalten. Das bedeutet, man schickt an die Empfänger 4 Newsletter mit tollem Inhalt und Tipps und erst danach kann man eine Werbemail versenden.
  • Newsletter-Software – ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, seine E-Mail-Liste mit der richtigen Software aufzubauen. Sparen Sie kein Geld dabei, denn jeder gesparte Cent kann später zu großen Problemen führen!
  • Persönliche E-Mails – beachten Sie, dass Sie eine persönliche Beziehung zum Leser aufbauen müssen, damit dieser Ihnen vertraut. Dazu müssen Sie entsprechend locker schreiben und den Leser, wenn es sein muss, persönlich ansprechen. Er muss Ihnen vertrauen.
  • Transparenz – in jedem Newsletter müssen Sie ein vollständiges Impressum haben. Man kann sich nicht verstecken, wenn man Direktmarketing betreibt, schließlich geht es um das Vertrauen.
  • Simple E-Mails – die meisten E-Mails, die ich heute versende, sind sehr einfach aufgebaut und enthalten weder Farben noch Bilder. Ich gebe meinen Lesern puren Inhalt, der nützlich für sie ist – und kein schönes Design.
  • Kündigung – der Empfänger sollte in jeder E-Mail die Möglichkeit haben, sich aus der Liste auszutragen. Dieser Prozess sollte sehr einfach gemacht werden, am besten mit einem einzigen Klick.
  • Austragungen – es wird immer Personen geben, die sich aus der Liste austragen. Das ist absolut in Ordnung. Dies passiert sogar mir, auch wenn ich sehr hochwertige und nützliche Newsletter versende.
  • Statistiken – man sollte die Statistiken zu jedem Newsletter analysieren, um alle Zahlen zu kennen. Nur so kann man Fehler und Probleme bei seinen Kampagnen finden und diese beheben.

Das waren wohl die absolut wichtigsten Punkte, die man berücksichtigen sollte, wenn man E-Mail-Marketing betreibt und langfristig Geld mit seiner E-Mail-Liste verdienen will.

Gehen Sie die Auflistung jedes Mal durch, wenn Sie neue Newsletter-Kampagnen erstellen, es wird eine große Hilfe für Sie sein.

Fazit

Das Wertvollste, was Sie haben können, ist eine E-Mail-Liste mit Interessenten, die gerne Newsletter von Ihnen empfangen. Dies erreicht man, indem man dem Empfänger die benötigten Informationen per E-Mail zukommen lässt.

Zu beachten ist, dass es Branchen gibt, in denen man unter Informationen auch Produktvorstellungen und Sonderangebote verstehen kann. Dies ist zum Beispiel im E-Commerce der Fall, wo der Interessent Informationen zu Produkten und Angeboten per E-Mail erhalten möchte.

In reinen Informationsbranchen muss man dem Leser per E-Mail sehr hochwertige, nützliche Inhalte senden, wenn man Vertrauen und einen „Expertenstatus“ aufbauen möchte und im Anschluss dem Empfänger etwas verkaufen will.

Die meisten Newsletter, die an den Interessenten rausgehen, sollten Informationen enthalten, die dieser sich wünscht oder die wertvoll für ihn sind. Hin und wieder kann man dann auch mal eine Werbemail versenden, um mit der wachsenden Liste Geld zu verdienen.

Vitali Lutz

Über Vitali Lutz

Vitali Lutz ist seit 2007 Internet-Marketer aus Leidenschaft. Bis heute beschäftigt er sich mit Kundenakquise durch automatisierte Prozesse und E-Mail-Marketing und hat jahrelange Erfahrungen beim Administrieren von Mailservern auf Linux-Systemen.

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