In 3 Schritten zu mehr Newsletter-Abonnenten

Der Newsletter ist ein sehr mächtiges Werkzeug zur Kundenakquise. Das Ziel sollte daher sein, ununterbrochen mehr Newsletter-Abonnenten zu gewinnen. Wie das geht, schauen wir uns in diesem Artikel an.



Niemand kann es sich heute leisten, auf einen Newsletter zu verzichten. Jeder sollte eine eigene E-Mail-Liste aufbauen. Hat man einen Newsletter mit einer großen Anzahl an Lesern, kann man per Knopfdruck Einnahmen generieren.

Viele Websites haben das Problem, dass sie zwar einen Newsletter anbieten, jedoch will es nicht so richtig mit den Abonnenten klappen. Das ist ein lösbares Problem, wie Sie in wenigen Minuten erfahren werden.

Setzen Sie die folgenden 3 einfachen Schritte um, um mehr Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, ohne die Anzahl der Besucher dafür erhöhen zu müssen.

Schritt 1: Einen perfekten Köder finden

Zunächst benötigen Sie einen guten Köder. Das Problem ist, dass sich heute kaum einer mehr zu einem Newsletter anmeldet, wenn der Vorteil einer Anmeldung nicht klar kommuniziert wird.

Eben diesen Vorteil schaffen wir für den Interessenten durch ein Geschenk für die kostenlose Anmeldung zum Newsletter.

Der Interessent gibt seine E-Mail-Adresse und eventuell seinen Vornamen in die Eingabefelder ein, durchläuft den Anmeldeprozess und bekommt im Anschluss ein Geschenk.

Was kann als Geschenk dienen?

Es kann sein:

  • ein kostenloses eBook.
  • eine Software, zum Beispiel Shareware oder Freemium.
  • ein Video, das nur Newsletter-Abonnenten sehen können.
  • ein kostenloses Seminar oder Webinar.
  • ein Gutschein, um beim nächsten Einkauf zu sparen.
  • ein 7-Tage-E-Mail-Kurs.

Wichtig ist, dass das Geschenk wertvoll für den Interessenten ist, ansonsten wird auch das den Interessenten nicht zu einer Newsletter-Anmeldung verleiten.

Ich arbeite meistens mit kostenlosen eBooks und E-Mail-Kursen, diese funktionieren im Grunde fast in allen Branchen zufriedenstellend.

Bei Online-Shops kann ein Gutschein sehr sinnvoll sein.

Bei Informationsbranchen machen die anderen Optionen am meisten Sinn und funktionieren meistens besser, vor allem kostenlose Ressourcen wie eBooks, Videos oder Gratis-Kurse.

Außerdem kann es sinnvoll sein, mehrere Köder/Geschenke gegeneinander zu testen, um herauszufinden, womit man die meisten Anmeldungen erreichen kann. Ein solcher Test ist immer empfehlenswert, um Zahlen vorliegen zu haben.

Schritt 2: Die Sichtbarkeit des Anmeldeformulars verbessern

Wenn man zwar bereits das Newsletter-Anmeldeformular in die Website integriert hat, jedoch mit der Anzahl der Neuanmeldungen nicht zufrieden ist, kann das daran liegen, dass der Newsletter nicht optimal sichtbar für die Besucher auf der Website ist.

Das ist kein großes Problem und lässt sich innerhalb weniger Minuten lösen.

Newsletter-Formular in der Sidebar

Wenn es bei der Website eine Sidebar gibt, also einen Seitenbereich, dann sollte man gleich oben in der Sidebar das Formular für die Newsletter-Anmeldung platzieren. Wer auf der Website landet, wir die Anmeldung und das Geschenk sofort sehen.

Wichtig ist, dass das Geschenk für die Anmeldung auch in der Sidebar deutlich beworben wird und dass man den Interessenten auffordert, den Newsletter sofort zu abonnieren.

Man muss nicht nur Produkte verkaufen, sondern auch den Newsletter!

Hier ist ein gutes Beispiel:

t3n Sidebar Newsletter
© t3n.de / Sidebar Newsletter

Besonders effektiv wird die Sache, wenn die Sidebar fixiert ist und auch beim scrollen sichtbar ist, sodass der Interessent das Newsletter-Angebot jederzeit sehen kann und sich vielleicht erst später beim Lesen des Artikels für eine Anmeldung entscheidet.

Newsletter-Formular unter jedem Artikel

Außerdem sollte man auch unter jedem Artikel die Newsletter-Anmeldung möglich machen. Besucher, die einen Artikel komplett lesen, sind sehr heiße Kandidaten für den Newsletter, daher sollte eine Newsletter-Box unter jedem Artikel nicht fehlen.

Hier ist ein gelungenes Beispiel:

t3n Newsletter unter Artikel
© t3n.de / Newsletter unter Artikel

Auch hier sehen wir, dass der Interessent erfährt, was er für die Anmeldung bekommt. Man zeigt ihm direkt seinen Vorteil für die kostenlose Anmeldung. Auch enthält der Button eine klare Aufforderung.

Newsletter-Formular in einer Pop-Up-Box

Es mag sein, dass viele Internet-Nutzer Pop-Ups nicht besonders mögen, die sich über den Inhalt der Webseite legen, jedoch ist dies auch heute noch eines der effektivsten Wege, um einen kalten Besucher zu einem Newsletter-Empfänger zu machen.

Man kann technisch einstellen, dass die Pop-Up-Box geöffnet wird, wenn der Besucher gerade dabei ist, die Webseite zu verlassen, oder man kann die Box anzeigen, wenn der Besucher frisch angekommen ist und X Sekunden auf der Seite verbracht hat.

Hier ist ein Beispiel von forbes.com:

forbes Pop-Up-Box
© forbes.com / Pop-Up-Box

Egal für welchen Auslöser Sie sich entscheiden sollten, stellen Sie sicher, dass eine Pop-Up-Box jedem Besucher nur einmal angezeigt wird. Diese Dinger können wirklich nervig werden, wenn man es damit übertreibt!

Wenn man Angst hat, eine solche Box einzusetzen, würde ich empfehlen, die Box jedem Besucher kurz vor dem Verlassen der Seite zu zeigen, denn danach ist der Besucher meistens für immer weg – also geht man auch kein großes Risiko ein.

Und wir wollen ganz sicher nicht unsere Besucher verärgern, oder?

Schritt 3: Eine Landingpage einsetzen

Eine Landingpage ist eine spezielle Webseite, die für einen konkreten Zweck erstellt wurde. So kann die Landingpage auch das Ziel haben, einen Besucher zu einer Newsletter-Anmeldung zu bewegen.

Landingpages funktionieren in der Regel besser als einfache Anmeldeformulare, denn diese sind nicht selten perfekt optimiert auf eine einzige Aktion (Anmeldung, Kauf etc.) und geben dem Besucher genau zwei Optionen:

  1. Das Angebot akzeptieren.
  2. Die Webseite verlassen.

Es gibt keine störenden Ablenkungen, wie es diese bei jeder normalen Webseite zu Haufen gibt. Der Interessent sagt „ja“ oder „nein“ zu einem Angebot, andere Optionen hat er nicht.

Hier ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Landingpage:

hubspot Landingpage
© hubspot.com / Landingpage

Wenn man eine Landingpage einsetzt, dann sollte man auf der Webseite, wo man das Anmeldeformular platziert hat, an derselben Stelle die Landingpage bewerben. Das Formular sieht der Interessiert auf der Landingpage.

Eine Landingpage funktioniert in der Regel deutlich besser als ein einfaches Formular, daher sollte man alle seine Maßnahmen darauf lenken, die Interessenten direkt auf die Landingpage zu führen, damit diese sich dort zum Newsletter eintragen können.

Besucherquelle und mehr Abonnenten

Einen sehr wichtigen Faktor bei der Gewinnung neuer Abonnenten für den Newsletter stellt auch die Besucherquelle dar.

Es macht einen Unterschied, ob die Besucher

  • von einer Suchmaschine
  • durch bezahlte Werbung
  • oder durch Empfehlungen

auf die Website gelangen.

Kommt ein Besucher von einer Suchmaschine, wird dieser als „kalt“ bezeichnet. Dieser Besucher kennt den Betreiber nicht, vertraut ihm sehr wahrscheinlich auch nicht und sucht nur nach einer bestimmten Information.

Solche Besucher muss man zuerst vorwärmen, wenn man diese zu einer Newsletter-Anmeldung bewegen will. Alleine der Faktor „Vertrauen“ entscheidet maßgeblich darüber, ob jemand den Newsletter abonnieren wird der nicht.

Der Aufwärmprozess kann relativ schnell erfolgen, wenn man sehr hochwertige und vor allem für den Besucher nützliche Inhalte auf seiner Website zur Verfügung stellt.

Das ist der Grund, warum heute nahezu alle großen Unternehmen einen eigenen Blog haben. Diese betreiben Content-Marketing und bauen Vertrauen zu den Interessenten auf und zeigen natürlich auch ihre Expertise.

Will man einen Interessenten zu einer Newsletter-Anmeldung bewegen, muss man dafür schon zumindest wie ein Experte auftreten, schließlich dreht sich bei den meisten Newslettern um Information.

Und wer möchte einen Newsletter von jemandem lesen, bei dem man nicht glaubt, dass derjenige ein Experte auf seinem Gebiet ist?

Wir stellen fest: es ist ein sehr wichtiger Prozess, seine Besucher durch Inhalte auf der Website vorzuwärmen, bevor diese überhaupt potenzielle Kandidaten für den Newsletter werden.

Das ist der Grund, warum ich persönlich Pop-Ups, die gleich beim Landen der Seite automatisch dem Besucher angezeigt werden, für eine sehr schlechte Idee halte. Dieser Besucher kommt wahrscheinlich gerade von einer Suchmaschine und kennt uns nicht.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige einen Newsletter von jemanden abonniert wird und damit auch einige seiner empfindlichen Daten preisgibt, wenn kein entsprechendes Vertrauen zum Anbieter existiert?

Sehr gering.

Ein ähnliches Problem hat man bei der bezahlten Werbung. Da wird jemand durch eine Werbeanzeige auf eine Website aufmerksam gemacht, dieser jemand klickt sich bis zur Website durch und was passiert dann?

Das gleiche Problem wie bei den Besuchern von Suchmaschinen!

Kein Vertrauen und womöglich eine große Portion Skepsis, die zuerst mühselig abgebaut werden muss, bevor man beim Besucher genügend Vertrauen genießt, um ihn zu einer Newsletter-Eintragung zu bringen.

Wenn wir jetzt wissen, wie wichtig die Besucherquelle ist, wenn wir mehr Newsletter-Abonnenten gewinnen möchten, dann wird klar, warum es eine richtige Herausforderung ist, neue Abonnenten zu gewinnen.

Nicht selten schafft man es gerade mal 3 – 5 % der Besucher in Newsletter-Leser zu konvertieren. Im besten Fall bringt man sogar 10 Besucher und mehr von 100 zu einer Newsletter-Eintragung, dafür muss man aber bereits mit einer Landingpage arbeiten!

Damit wird deutlich, warum die meisten Anmeldungen zum Newsletter nicht beim Erstbesuch, sondern bei nachfolgenden Besuchen des gleichen Users stattfinden. Wiederkehrende Besucher haben bereits das nötige Vertrauen und Interesse zum Anbieter und seinem Newsletter.

Fazit

Die meisten Webseiten, die den Besuchern die Möglichkeit geben, sich zum Newsletter anzumelden, machen sehr viele Fehler und haben häufig große Probleme damit, Besucher in Newsletter-Abonnenten zu konvertieren.

Die Schritte, die wir weiter oben erfahren haben, verwandeln jeder Webseite in eine richtige Newsletter-Generierungs-Maschine!

Wer sich für Ihr Thema/Angebot interessiert und das Geschenk perfekt zum Bedürfnis des Interessenten passt, wird es keine große Aufgabe sein, viele seiner Besucher zu einer Newsletter-Anmeldung zu bewegen.

Vor allem die Landingpage, wenn richtig eingesetzt, kann sehr hilfreich bei der Gewinnung von Newsletter-Abonnenten sein. Es kann wirklich vorteilhaft sein, die Landingpage auf der Website aktiv zu bewerben.

Einmal auf der Landingpage angekommen, kann der Interessent nur den Newsletter abonnieren oder die Seite verlassen. Alleine diese Einfachheit sorgt dafür, dass viele sich für den Newsletter entscheiden werden.

Und natürlich sollte man auch nicht die Besucherquelle vernachlässigen. Es braucht seine Zeit und eine gute Strategie, um frische Besucher vorzuwärmen, bevor man diese in Newsletter-Abonnenten verwandeln kann.

Vitali Lutz

Über Vitali Lutz

Vitali Lutz ist seit 2007 Internet-Marketer aus Leidenschaft. Bis heute beschäftigt er sich mit Kundenakquise durch automatisierte Prozesse und E-Mail-Marketing und hat jahrelange Erfahrungen beim Administrieren von Mailservern auf Linux-Systemen.

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