Eine Newsletter-Software kaufen oder mieten?

Sollte man eine Newsletter-Software kaufen oder mieten, was ist besser? Diese Frage soll dieser Artikel klären und bei der Entscheidung helfen.



Ich habe Newsletter-Software gekauft, programmiert und gemietet. Ich denke, genügend Erfahrung zu haben, um jemandem bei der Entscheidung zu helfen, ob man eine Newsletter-Software kaufen oder mieten soll.

Wer eine schnelle Antwort möchte und diesen Artikel nicht lesen will, dem kann ich nur den Ratschlag geben, eine Newsletter-Software zu mieten, folgende Anbieter kann ich ohne Wenn und Aber empfehlen:

  1. GetResponse (Testbericht lesen) – eine solide Software mit allen Funktionen, die man heute benötigt, um effektives E-Mail-Marketing zu betreiben. Mit GetResponse kann man wirklich alles machen, was in den Sinn kommt.
  2. CleverReach (Testbericht lesen) – auch diese Software kommt mit einem gewaltigen Funktionsumfang. CleverReach ist eines der besten Werkzeuge für professionelles E-Mail-Marketing, das es derzeit gibt.
  3. Rapidmail (Testbericht lesen) – diese Software ist die ideale Grundlage für klassische Newsletter. Wenn Sie nur auf der Suche nach einer guten Newsletter-Software sind, die man leicht bedienen kann, rapidmail wird Ihnen gefallen.

Doch warum sollte man eine Newsletter-Software mieten und nicht kaufen? Bevor wir uns dieser Frage wenden, lassen Sie uns zuerst die Vor- und Nachteile einer gekauften und einer gemieteten Newsletter-Software anschauen.

Newsletter-Software kaufen Vor- und Nachteile

Man hat einige sehr überzeugende Vorteile, wenn man eine Newsletter-Software kauft:

  • Man besitzt alle Daten, die mit der Software gesammelt werden, mit denen man im Grunde alles machen kann, was man will, solange man diese sicher aufbewahrt und sie nicht verkauft.
  • Man bezahlt nur einmal und kann die Software oft unbegrenzt lange nutzen. Erst bei Updates, Upgrades oder Support fallen meist Zusatzkosten an.
  • Man hat die volle Kontrolle über die Software und kann diese oft sogar durch Erweiterungen individuell für eigene Bedürfnisse anpassen.
  • Man kann seine Ausgaben sehr genau kalkulieren und hat die Sicherheit, dass die Ausgaben in Zukunft unverändert bleiben werden.

Und die Nachteile sind:

  • Man muss die Software immer auf dem Laufenden halten und alle Updates installieren.
  • Sollte etwas an der Software kaputt gehen, muss man die Software entweder selber reparieren oder man holt sich Hilfe für teures Geld.
  • Man muss die technischen Voraussetzungen wie eine Domain, Webhosting, Cronjobs, eine Datenbank etc. mitbringen, um die Software nutzen zu können.
  • Für eine gute Zustellrate müssen die Mailserver entweder gemietet werden oder man lässt diese für sich einrichten und managen, was ebenfalls teuer ist und meistens mehr kostet als eine Newsletter-Software zu mieten.

Newsletter-Software mieten Vor- und Nachteile

Man hat natürlich auch Vorteile, wenn man eine Newsletter-Software mietet:

  • Man muss sich nicht um die Technik kümmern. Sobald man sich registriert hat und einen geeigneten Tarif ausgewählt hat, kann man bereits sofort loslegen und sich nur auf das „Wesentliche“ konzentrieren.
  • Die Daten sind sicherer als bei einer eigenen Software, denn heute befinden sich die meisten Daten in der „Cloud“, wenn man eine Software oder Service mietet. Dadurch ist das Risiko eines Datenverlustes eher unwahrscheinlich.
  • Sollte die Software neue Funktionen oder Update s bekommen, muss man nichts tun, diesen Job übernimmt der Anbieter.
  • Man nutzt die hoch-optimierten Mailserver des Anbieters, wodurch die Zustellrate der E-Mails meist deutlich höher ist als bei eigenen Mailservern.

Und die Nachteile sind:

  • Man hat nicht die volle Kontrolle über die Daten, auch wenn man die wichtigsten Daten exportieren kann.
  • Sollte man jemals den Anbieter wechseln, muss man die meisten Daten – zum Beispiel alle Kontakte, E-Mails, Kampagnen etc. mühselig zum neuen Anbieter übertragen – meistens per Hand.
  • Die Preise können jederzeit wachsen und es könnte passieren, dass man von Plus ins Minus abrutscht, wenn der Anbieter den Preis bereits geringfügig erhöht.
  • Fehlt einmal eine Funktion, muss man entweder warten, bis diese implementiert wird (wenn überhaupt), oder man sucht nach einer anderen Software-Lösung, wo die benötigte Funktion bereits vorhanden ist.
  • Viele E-Mails werden nicht beim Empfänger ankommen, da man eigene Mailserver für den Versand nutzen muss und diese weder eine gute Reputation haben noch irgendwo zertifiziert sind.

Der größte Feind eines E-Mail-Marketers: die Technik

Ich beschäftige mich sehr oft mit der Technik hinter Websites und E-Mail-Marketing-Systemen und weiß, wie viel Arbeit es macht. Wenn man ein Einzelunternehmer ist und alles selber machen muss, wird man mit einer eigenen Software einfach zu viel Zeit mit der Technik verschwenden.

Diese Zeit könnte man besser nutzen, um gute Newsletter zu schreiben und effektive Marketing-Kampagnen zu entwickeln. Mit diesem Umsatz könnte man locker die beste Newsletter-Software mieten und noch guten Gewinn machen!

Eine Software geht immer kaputt, auch wenn man nichts falsch macht. Genau deshalb benötigt jede Software immer Updates – und wer muss diese Updates installieren?

Natürlich der Nutzer.

Das Problem dabei?

Bei Updates geht regelmäßig etwas schief und dadurch müssen Sie Ihre Aufmerksamkeit immer wieder der Newsletter-Software schenken und können in dieser Zeit weder E-Mails an Interessenten oder Kunden versenden noch Umsatz generieren.

Wer den einfachsten Weg gehen möchte, mietet einfach die beste Newsletter-Software und muss sich nie wieder Gedanken um die Technik machen.

Sich mit der Technik „herumzuschlagen“, ist sicherlich nicht für jeden. Außerdem verdient man in dieser Zeit kein Geld – man arbeitet unwirtschaftlich.

Und da haben wir noch ein anderes Problem.

Eine schlechte Zustellrate wegen ungeeigneter Mailserver

Haben Sie einen eigenen Mailserver konfiguriert? Ich schon. Das macht nicht immer Spaß, jedoch eine Sache wird man lernen: einen Mailserver korrekt und sicher zu konfigurieren, das können nur IT-Götter!

Sind Sie ein IT-Gott?

Nein?

Dann werden Sie einen finden müssen, der Mailserver für Sie konfiguriert und managt – und dieser Spaß kostet sehr, sehr viel Geld. Es ist oft teurer als eine High-End-Newsletter-Software zu mieten!

Obwohl ich selber Mailserver konfigurieren kann, greife ich bei vielen Projekten einfach zu einem Service, wo die Technik für mich erledigt wird, warum?

Weil ich dadurch unheimlich viel Zeit spare und diese Zeit besser nutzen kann, um zum Beispiel Artikel wie diesen hier für meine Websites zu schreiben.

Außerdem sollte man seine Mailserver nicht nur sicher konfigurieren und auf Massenversand optimieren, sondern diese von entsprechenden Organisationen „zertifizieren“ lassen, was nicht selten tausende Euro pro Jahr kostet.

Sollte man wirklich den Weg mit der gekauften Software gehen wollen, wo man von Technik bis hin zur Wartung alles selber macht, wird man viel Zeit und Geld investieren müssen, um gewünschte Resultate zu erreichen.

Alle anderen sollten besser einige gute Newsletter-Anbieter vergleichen, sich für den besten für sein Projekt entscheiden und sich daraufhin nur mit Marketing und tollen Newslettern-Inhalten beschäftigen.

Fazit

Es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen es sich wirklich lohnt, eine Newsletter-Software zu kaufen oder programmieren zu lassen. Vor allem sehr große Unternehmen werden langfristig mit gekaufter oder eigener Software sehr viel Geld sparen.

Jedoch, alle kleinen Unternehmen, Online-Shops und Newsletter-Marketer sollten gleich den einfachsten Weg wählen und eine entsprechende Software mieten.

Man kann viele Lösungen bereits kostenlos testen und ohne jegliches Risiko herausfinden, ob die Software alle Funktionen mitbringt oder nicht.

Ohne zu übertreiben, werden 90 % aller Leute, die E-Mail-Marketing betreiben möchten und dafür eine geeignete Software suchen, mit einer gemieteten Newsletter-Software ins Schwarze treffen und damit alle Projekt-Ziele erreichen können.

Ich habe in meinen Testberichten gezeigt, wie funktionsreich die modernen Lösungen für E-Mail-Marketing sind. Man muss nur mit Köpfchen an die Sache herangehen, den Rest übernimmt die Software für uns.

Vitali Lutz

Über Vitali Lutz

Vitali Lutz ist seit 2007 Internet-Marketer aus Leidenschaft. Bis heute beschäftigt er sich mit Kundenakquise durch automatisierte Prozesse und E-Mail-Marketing und hat jahrelange Erfahrungen beim Administrieren von Mailservern auf Linux-Systemen.

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