Mit dem Newsletter richtig Geld verdienen

Alles, was man wissen sollte und Praxis-Tipps

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Newsletter Geld verdienen

Ein Newsletter verlangt oft genauso viel Zeit und Aufmerksamkeit wie eine eigene Website, daher ist es eine berechtigte Frage, wie man mit einem Newsletter Geld verdienen kann. Auch ist es generell eine gute Idee, einen Newsletter zu monetarisieren, wie wir gleich erfahren werden.

Wie gut kann man mit einem Newsletter Geld verdienen?

Ein Newsletter und allgemein das E-Mail-Marketing sind bekannt für ihre Profitabilität. Zahlreiche Statistiken zeigen, dass E-Mail-Werbung den höchsten Profit unter allen verfügbaren Werbeformen ermöglicht.

Folgende Übersicht zeigt sehr deutlich, wie viel profitabler E-Mail im Vergleich zu anderen Werbeformen ist:

E-Mail-Marketing ROI
E-Mail-Marketing ROI

Mit jedem investierten Euro in das E-Mail-Marketing lassen sich 40 Euro verdienen. Man verdient also das 40-fache von seiner Investition. Andere Werbeformen sind deutlich ineffizienter, wie der Vergleich zeigt.

Es sollte außer Frage stehen, ob man mit einem Newsletter Geld verdienen kann, jedoch müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit sich ein Newsletter in seiner profitabelsten Form zeigen kann:

  1. E-Mail-Liste – die E-Mail-Liste muss legal und sauber aufgebaut sein. Außerdem müssen alle Empfänger nach Interessen gruppiert sein, damit man an sie möglichst relevante Newsletter mit Werbung versenden kann.
  2. E-Mail-Marketing-Software – man benötigt die beste E-Mail-Marketing-Lösung, damit nicht nur möglichst viele Werbemails bei Empfängern ankommen, sondern damit auch möglichst viele der E-Mails in der Inbox und nicht im Spam-Ordner der Empfänger landen.
  3. Werbemails-Serie – wenn du denkst, dass du nur eine einzige Werbemail an die Liste versenden musst, um maximale Einnahmen zu generieren, liegst du falsch. Du benötigst eine kleine Serie von E-Mails, um die Empfänger mit der gleichen Werbekampagne mehrmals erreichen zu können.

Besonders der letzte Punkt ist wichtig: du musst eine Werbeserie erstellen.

Die Serie kann beispielsweise aus 3 E-Mails bestehen, wobei jede E-Mail nacheinander an die Empfänger verschickt wird. Das Intervall zwischen den Sendungen sollte nicht mehr als 1 Tag betragen, damit wir mit unserer Werbung im Gedächtnis bleiben.

Viele Newsletter-Marketer machen den Fehler, dass sie eine einzige Werbemail versenden und sich mit dem Ergebnis zufriedengeben. Würden sie stattdessen 3 Werbemails der Reihe nach innerhalb weniger Tage versenden, könnten sie die Einnahmen mindestens verdoppeln oder verdreifachen!

Für maximale Einnahmen sollte zudem sichergestellt sein, dass die Werbemails nur an Empfänger mit Interesse zum Thema oder Produkt verschickt werden, aus diesem Grund ist es so wichtig, dass man seine Empfänger immer in Interessensgruppen einsortiert.

Und natürlich sollte man die E-Mail-Liste sauber aufbauen, damit man nicht nur legal E-Mail-Marketing betreibt, sondern auch maximale Zustell- und Öffnungsraten erreichen kann bei gleichzeitig möglichst wenigen Spam-Beschwerden.

Zusätzlich kannst du vor dem Versand der Werbemail das kostenlose Tool EmailChecky zum Testen der E-Mail nutzen. Es wird dir sagen, wie gut deine E-Mail ist und was du an ihr noch verbessern kannst.

Negative Auswirkungen durch die Monetarisierung des Newsletters?

Zu Recht fragt sich der eine oder andere, ob Monetarisierung negative Auswirkungen auf den Newsletter und seine Leser haben kann.

Die Antwort ist: es kommt darauf an.

In der Regel verliert man nicht viele Leser, wenn man offensichtlich mit einem Newsletter Geld verdienen will. Jedoch wird es immer Leser geben, die bereits bei jeglichen Monetarisierungs-Maßnahmen sofort auf den „Austragen-Knopf“ drücken.

Das Gute ist: diese Leser brauchen wir sowieso nicht. Diese haben nicht verstanden, dass der Newsletter sehr wertvoll ist und viel Arbeit erfordert und jemand für diese Arbeit entlohnt werden muss.

Gerade Shops, die einen Newsletter zum Bewerben von Produkten oder Angeboten nutzen, wissen ganz genau, dass Leser, die keine Werbung mögen, nicht die idealen Newsletter-Empfänger sind.

Es ist völlig normal, dass man nach dem Versenden von Werbung, einige Austragungen feststellt. Im Grunde verliert man bei jedem Versand Leser, auch wenn der Inhalt wirklich gut und nützlich ist und keinerlei Werbung enthält.

Wenn man den Bogen mit der Monetarisierung überspannt, zum Beispiel, indem man zu häufig Werbung als Newsletter versendet, obwohl der Leser eigentlich nur mit Tipps und nützlichen Inhalten versorgt werden will, wird man negative Auswirkungen feststellen.

Solange man Werbung und gute Inhalte bei einem Newsletter gut mischt und der Mehrwert die Werbung immer überwiegt, wird man mit einem Newsletter gutes Geld verdienen und keinerlei negative Auswirkungen fürchten müssen.

Die besten Möglichkeiten, um mit einem Newsletter Geld zu verdienen

Einige Möglichkeiten haben sich bei der Vermarktung eines Newsletters als besonders geeignet erwiesen. Genau diese Möglichkeiten schauen wir uns im Detail genauer an, damit du für dich die geeignetste Option auswählen kannst.

Standalone vs. Werbeplatz

Man kann einen Newsletter nur mit Werbung (Standalone) oder mit einem einzelnen, besetzten Werbeplatz versenden. Sollte man die Standalone-Variante wählen, so sollte man beachten, solche Newsletter nicht zu häufig zu versenden.

E-Mail Werbeplatz / Standalone
E-Mail Werbeplatz / Standalone

Besteht der Newsletter nur aus Werbung, so sollte man mit solchen Newslettern sehr sparsam sein, weil diese keinerlei Inhalt enthalten und eben nur den Leser auffordern sollen, etwas zu kaufen.

Alternativ kann man im Newsletter nur einen begrenzten Platz für Werbung neben dem Inhalt freimachen. Dieser Werbeplatz wird dafür genutzt, um etwas in aller Kürze zu bewerben und den Leser dazu zu bringen, auf den Werbelink zu klicken.

Die Standalone-Werbung im Newsletter ist am wirksamsten, denn der Newsletter dreht sich nur um die Werbung und zwingt den Leser, sich damit zu befassen. Aber auch ein einfacher Werbeplatz kann gute Ergebnisse bringen, wenn dieser gut gewählt ist.

Eigene Werbekunden

Wenn man zu 100 % die Kontrolle über die Werbung behalten möchte, versucht man auf seiner Webseite Werbepartner zu gewinnen, die Werbung im Newsletter machen möchten.

Wichtig ist, den Werbetreibenden darauf hinzuweisen, zu welchem Thema die Werbung relevant sein muss. Du willst nur relevante Werbung im Newsletter versenden, die den Leser interessiert.

Abhängig von der Qualität eines Newsletters, kann man je Newsletter-Leser 0,25 – 0.50 Euro verlangen, manchmal sogar 1 Euro und mehr, wenn der Kunde einen sogenannten Standalone-Newsletter bucht.

Die Werbung in einem Newsletter mit 1000 Lesern würde den Werbetreibenden in diesem Beispiel 250 – 1000 Euro kosten.

Das ist sehr günstig, wenn der Newsletter eine hohe Qualität und Öffnungsrate hat. Außerdem würde ich den Werbepartner fair behandeln, indem ich die durchschnittliche Öffnungsrate meiner vergangenen Newsletter ausrechne und den Preis entsprechend kalkuliere.

Bezahlter Newsletter

Es kann ein sehr gutes Geschäftsmodell sein, wenn man bezahlte Newsletter anbietet. Der Leser muss dazu monatlich einen bestimmten Betrag bezahlen, zum Beispiel 9.95 Euro und bekommt alle x Tage den Newsletter.

Der größte Vorteil ist, dass man sich nicht mehr mit dem Thema „Geld verdienen mit dem Newsletter“ beschäftigen muss, schließlich bezahlt jeder Leser bereits für den Newsletter-Empfang.

Ich kenne einige sehr erfolgreiche bezahlte Newsletter. Diese sind sehr, sehr wertvoll für den Leser. Der Inhalt ist so nützlich, dass der Leser keinen Grund hat, den Newsletter-Empfang zu kündigen.

Ein gutes Beispiel ist ein Erfolgsnewsletter von einem Business-Coach. Der Leser bekommt wöchentlich einen motivierenden, auf den persönlichen Erfolg des Lesers ausgerichteten Newsletter.

Ich würde bei einem bezahlten Newsletter mit einem Preis von 9.95 Euro starten, denn das ist der beste Preis, der nicht zu sehr schmerzt und bei dem der Leser kein zu hohes finanzielles Risiko eingeht.

Eigene Produkte

Wer eigene Produkte hat, kann diese an seine Newsletter-Leser empfehlen. Vorteilhaft ist, wenn man mehrere Produkte hat, denn dann kann man mehrere Produkte zu einem Paket bündeln und per E-Mail das Bündel als Angebot bewerben.

Angebote per E-Mail stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, um mit einem Newsletter Geld zu verdienen. Zu beachten ist jedoch, dass das Angebot zumindest zeitlich begrenzt ist und nach Ablauf des Zeitraums nicht mehr gültig ist.

Aber auch bei einzelnen Produkten macht es Sinn, einen Newsletter mit entsprechender Werbung auszustatten. Dazu sollte man ebenfalls auf die Angebotsstrategie zurückgreifen und das Produkt für eine begrenzte Zeit zu einem Sonderpreis anbieten.

Durch den Sonderpreis profitiert der Leser und wird es sehr wertschätzen, dass man ihn berücksichtigt hat und ihm ermöglichen will, ein Produkt, das er womöglich sowieso kaufen möchte, günstiger zu bekommen.

Affiliate-Marketing

Die letzte Möglichkeit, mit einem Newsletter Geld zu verdienen, ermöglicht uns Affiliate-Marketing. Dabei geht es darum, Produkte anderer Hersteller gegen Provision zu bewerben.

Betreibt man beispielsweise einen Newsletter zum Thema Kredite, kann man sich als Partner (Affiliate) bei einem Kreditinstitut registrieren und gegen Provision Kredite an seine Leser empfehlen.

Der Vorteil ist, dass man heute tausende Partnerprogramme zu allen erdenklichen Themen finden kann. Dadurch hat man die Möglichkeit, nahezu jedes beliebige Newsletter-Thema mit einem passenden Produkt zu vermarkten.

Ich setze Affiliate-Marketing vor allem bei meinen Newslettern zu Nischenthemen ein, denn hierbei kann man eben durch das Affiliate-Marketing ein perfekt relevantes Produkt finden und es sehr erfolgreich seinen Lesern empfehlen.

Worauf man achten sollte, um keine Leser zu verlieren

Abhängig vom Einsatzzweck eines Newsletters, muss man darauf achten, nicht zu häufig den Newsletter zum Generieren von Umsatz zu nutzen.

Generell gibt es zwei Typen von Newsletter-Lesern:

  1. Leser, die per E-Mail Angebote und Produktschnäppchen erhalten möchten.
  2. Leser, die einen Newsletter nur wegen dem Inhalt und guten Tipps abonnieren.

Der erste Typ von Leser ist häufig bei Shops zu finden. Interessenten oder Kunden abonnieren einen Newsletter und möchten durch den Newsletter einen Preisvorteil erhalten, indem sie bei Schnäppchen oder Angebot per E-Mail benachrichtigt werden.

Es ist absolut in Ordnung, wenn man an diese Leser nur auf Umsatz ausgerichtete Newsletter versendet, schließlich haben sie den Newsletter eben deshalb abonniert, um irgendwann im Shop etwas zu kaufen.

Schwieriger wird es, wenn man Leser mit gutem Inhalt zu einer Newsletter-Anmeldung bewegt. Diese Leser erwarten guten Inhalt, Tipps und Ratschläge per E-Mail. Keinesfalls sollte man diese Leser zu aggressiv mit Werbung belästigen.

In der Regel gilt: Höchstens jeder vierte Newsletter kann Werbung enthalten, ohne dass man die Leser nervt. Solange man diese Regel einhält, sollte man mit der Monetarisierung eines Newsletters nicht viel falsch machen.

Außerdem sollte die Werbung im Newsletter relevant zum Thema sein. Wenn ein Newsletter die Zielgruppe „Hausbauer“ erreicht, dann macht Werbung für eine Automarke sicherlich wenig Sinn.

Fazit

Wenn man einen Newsletter mit mehr als 100 Lesern hat, kann es bereits sinnvoll sein, die ersten Monetarisierungs-Maßnahmen zu starten, um mit dem Newsletter Geld zu verdienen.

Ein Newsletter ist ein ausgezeichneter Werbeträger. Man sollte dieses Potenzial schnellstmöglich nutzen, um seinen Newsletter zum Geldverdienen zu nutzen, schließlich investiert man nicht gerade wenig Zeit in die Pflege eines guten Newsletters.

Aufpassen muss man, dass man seine Leser nicht durch zu viel Werbung nervt oder gar unpassende Werbung an die Leser verschickt. In der Regel sollte man höchstes jeden vierten Newsletter mit Werbeabsicht versenden.

Verschickt man häufiger Werbung, kann das die Leser zu einer Abmeldung bewegen und die Empfängerliste zu einem unaufhaltsamen Schmelzen bringen.

Ich bin generell sehr sparsam mit Werbung in meinen Newslettern, vor allem dann, wenn der Leser von mir hochwertige Inhalte erwartet. Anders sieht es aus bei Newslettern von Shops, wo der Leser Werbung per E-Mail gewöhnt ist.

Beispielsweise bekommt man von Amazon per E-Mail immer nur Werbung, aber diese stört nicht, weil diese zum einen gewollt ist und zum anderen Produkte vorstellt, die man irgendwann bei Amazon angesehen hat, ohne sie zu kaufen.

Man sollte keine Angst davor haben, mit seinem Newsletter Geld zu verdienen. Die Leser, denen das nicht gefällt, werden sich austragen, andere werden die Werbung sogar willkommen heißen, wenn die Werbung relevant und passend ist.

Autor
Über Vitali Lutz

Vitali Lutz ist Internet-Marketer aus Leidenschaft. Er beschäftigt sich unter anderem mit Kundenakquise durch automatisierte Prozesse und E-Mail-Marketing und hat jahrelange Erfahrungen mit Administrieren von Mailservern.

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