Öffnungsrate beim Newsletter steigern – die 8 besten Praxis-Tipps

Man sollte immer bemüht sein, die Öffnungsrate beim Newsletter zu steigern. Diese wichtige Zahl zu verbessern, bedeutet auch direkt mehr Umsatz. Lassen Sie uns alle Möglichkeiten anschauen, wie wir diese wichtige Zahl effektiv verbessern können.


Viele Briefe im Briefkasten
© unsplash.com

Wenn ich für eine Website eine Newsletter-Kampagne plane, dann setze ich mir immer das Ziel, eine maximale Klick- und Öffnungsrate mit dem Newsletter zu erreichen.

Dafür gibt es einen guten Grund.

Schafft man es nicht, eine maximale Öffnungsrate bei seinem Newsletter zu erreichen, verbrennt man mit jeder E-Mail Geld. Ist die Öffnungsrate schlecht, dann muss man alles stehen und liegen lassen und 100 % seiner Zeit diesem Problem widmen.

Keine Ausreden – der Newsletter hat höchste Priorität!

Was ist eine gute Öffnungsrate?

Bevor wir in den Teil mit den Tipps übergehen, wo wir lernen werden, die Öffnungsrate vom Newsletter teilweise drastisch zu steigern, sollten wir einmal abklären, was eine gute Öffnungsrate ist.

Und hier können die Zahlen sehr wild sein.

In der Regel gilt: wenn die Öffnungsrate unter 10 % ist, dann macht man etwas falsch. Das ist eine zu geringe Öffnungsrate und man muss schnellstmöglich den Grund für eine solche miserable Öffnungsrate finden.

Im Schnitt erreichen Newsletter heute eine Öffnungsrate von ca. 20 %. Das heißt, jeder vierte Newsletter-Empfänger öffnet/liest die E-Mail.

Mailchimp führt aktuelle Statistiken zu der Öffnungsrate, die unter diesem Link für jeden ersichtlich sind.

Meiner Meinung nach ist dieser Wert sehr schlecht und sollte deutlich verbessert werden können. Unser Ziel sollte sein, mindestens eine Öffnungsrate von 30 – 40 % zu erreichen – andere Zahlen sind nicht akzeptabel.

Wer sogar eine Öffnungsrate von 50 % und mehr mit seinem Newsletter erreicht, kann sehr stolz auf sich sein, denn heute – bei all dem E-Mail-Spam und Ablenkungen – ist eine Öffnungsrate von über 50 % eine sehr gute Leistung!

Okay, was kann man denn alles tun, um die Öffnungsrate zu verbessern?

Tipp 1: Die E-Mail-Liste sauber halten

Der absolut wichtigste Schritt ist, dass man seine Liste durchgeht und alle toten oder inaktiven E-Mail-Adressen löscht. Gute Newsletter-Software führt zu jeder E-Mai-Adresse einen lückenlosen Verlauf.

Wenn eine E-Mail-Adresse beispielsweise zu häufig Rückläufer (Bounces) erfährt, dann muss das die Newsletter-Software bemerken und vor dem Versand neuer E-Mails an diese E-Mail-Adresse dies berücksichtigen.

Wenn Sie Glück haben, dann finden Sie in Ihrer Newsletter-Software eine Funktion, um inaktive oder tote E-Mail-Adressen zu löschen.

Und das sollten Sie regelmäßig tun.

Alternativ müssen Sie selber den E-Mail-Verlauf jeder einzelnen E-Mail checken und problematische Adressen manuell entfernen. Am besten ist, man bastelt dafür ein kleines Script.

Bei sauberen E-Mail-Listen ist die Zustell- und Öffnungsrate immer höher als bei nicht gepflegten Listen.

Tipp 2: Spam-Begriffe im Betreff und Inhalt vermeiden

Es gibt Begriffe, diese werden häufig von Spammern verwendet, um den Empfänger mit unseriösen E-Mails um das hart verdiente Geld zu bringen. Spamfilter kennen diese Begriffe und scannen jede eintreffende E-Mail nach diesen Begriffen.

Enthält eine E-Mail zu viele Spam-übliche Begriffe im Betreff oder dem Inhalt, wird die E-Mail entweder ganz abgewiesen oder diese landet im Spam-Ordner des Empfängers.

Und mal ehrlich: wer schaut heute noch ernsthaft in den Spam-Ordner?

Nur diejenigen, die eine wichtige E-Mail erwarten und aktiv nach dieser suchen. Alle anderen ignorieren den Spam-Ordner teilweise komplett. Dadurch wird die Öffnungsrate deutlich negativ beeinflusst.

Es gibt kostenlose Tools, mit denen man checken kann, wie wahrscheinlich es ist, dass eine E-Mail wegen Spambegriffen, im Filter hängen bleiben könnte, ein gutes Tool hierfür ist Mail-Tester.

E-Mail Spam-Check
© mail-tester.com / E-Mail Spam-Check

Man sieht auf der Webseite eine E-Mail-Adresse, an die man seine E-Mail senden kann. Nach dem Senden der E-Mail an die angegebene E-Mail-Adresse kann man anschließend den Status der E-Mail prüfen.

Hier ist das Ergebnis für meine Test-E-Mail:

E-Mail Spam-Check Ergebnis
© mail-tester.com / E-Mail Spam-Check Ergebnis

Man sieht in einer guten Übersicht, wo die Fehler sind und was man verbessern sollte. Damit sieht man sofort alle Probleme bei einer E-Mail und kann diese vor dem Versand des Newsletters beheben.

Tipp 3: Perfekten Zeitpunkt auswählen

Ich kann nicht oft genug wiederholen, wie wichtig es ist, den Newsletter pünktlich und in der richtigen Zeit zu versenden. Dazu habe ich sogar bereits einen sehr ausführlichen Artikel geschrieben:

Die beste Versandzeit für einen Newsletter

Wenn man den Newsletter zu einer falschen Zeit versendet, dann wird dieser in der Masse anderer E-Mails untergehen und riskiert, vom Empfänger übersehen zu werden.

Auf der folgenden Grafik kann man gut sehen, wie sich die Versandzeit auf die Öffnungsrate auswirkt:

Die meisten Öffnungen Uhrzeit
© optinmonster.com / Die meisten Öffnungen Uhrzeit

Sie möchten sofort mit dem nächsten Newsletter die Öffnungsrate steigern? Versenden Sie den Newsletter einfach zur optimalen Zeit! Den besten Zeitpunkt verrät Ihnen die Newsletter-Software.

Der heutige E-Mail-Leser hat meist nicht die Zeit, um 10, 20, 30 oder noch mehr E-Mails zu lesen, daher werden oft nur die E-Mails gelesen, die zum richtigen Zeitpunkt beim Empfänger ankommen.

Tipp 4: Vertrauter E-Mail-Absender

Auch dieser Fehler hat drastische Folgen für den Erfolg eines Newsletters: ein unbekannter oder sich wechselnder Absendername.

Wie häufig haben Sie eine E-Mail von einem Absender erhalten, den sie nicht kannten?

Nehmen wir an, Sie haben einen Shop für Matratzen. Die Firma heißt Matratzen-Paradies. Diesen Namen verwenden wir beim Versand eines Newsletters.

Wenn der Empfänger einen Newsletter bestellt, dann macht er sich in der Regel mit dem Absender vertraut und merkt sich den Namen des Absenders. Solange man bei diesem Namen bleibt, weiß der Empfänger, wer der Absender ist und was für Newsletter dieser versendet.

Bleiben wir bei dem Newsletter für Matratzen.

Was passiert, wenn der Absendername geändert wird, zum Beispiel von „Matratzen-Paradies“ zu „Billige Matratzen“? Der Empfänger erkennt den Absender nicht mehr und wird die E-Mail als Spam löschen.

Legen Sie einmal einen wiedererkennbaren Absendernamen fest und bleiben Sie dabei. Das gleiche betrifft die E-Mail-Adresse. Auch diese sollte möglichst nicht geändert werden und dem Empfänger bekannt sein.

Tipp 5: Kreative Betreffzeilen verwenden

Auch dieser Punkt ist extrem wichtig, die Betreffzeile. Was denken Sie, welche der beiden folgenden Betreffzeilen wird den Empfänger eher zu einer Öffnung bewegen?

Betreff 1: Newsletter: 778
Betreff 2: 15 % Rabatt für 72 Stunden auf Luftmatratzen

Ich hoffe, Sie haben sich für die Nummer zwei entschieden, und damit liegen Sie absolut richtig!

Wenn der Empfänger alleine an der Betreffzeile nicht erkennen kann, ob die E-Mail für ihn interessant ist, wird er diese höchstwahrscheinlich nicht öffnen.

Wenn eine Betreffzeile mich nicht interessiert, landet diese im Papierkorb – und ich bin mir sicher, dass Sie bei Ihren privaten E-Mail-Adressen genauso vorgehen, oder?

Und genau deshalb müssen Sie sehr kreativ bei Ihren Betreffzeilen sein.

Erfolgreiche E-Mails haben oft eine einzige Eigenschaft gemeinsam: diese haben einen sehr attraktiven Betreff.

Das ist kein Zufall.

Lernen Sie, Betreffzeilen zu schreiben, die Ihre Empfänger am meisten dazu verlocken, den Newsletter zu lesen. Den Erfolg einer E-Mail können Sie heute mit jeder guten Newsletter-Software messen.

Meistens ist der Betreff für den Erfolg einer E-Mail verantwortlich.

Achten Sie außerdem darauf, dass der Betreff nicht länger als 50 Zeichen lang ist, ansonsten wird dieser auf vielen Geräten gekürzt.

Tipp 6: Personalisierung bei E-Mails

Aktuelle Statistiken zeigen, dass E-Mails, die auch nur geringfügig personalisiert wurden, deutlich erfolgreicher sind als E-Mails, die wie Massenmails aussehen.

Auch dafür gibt es einen guten Grund.

Der heutige E-Mail-Empfänger möchte nicht wie die Masse behandelt werden. Da kann ein persönliches „Hallo Tom!“ wahre Wunder bewirken!

Personalisierung ist heute mit den meisten Newsletter-Lösungen möglich, man sollte diese Funktion daher nutzen, wo es nur geht. Zumindest sollte man jedoch bei der Anmeldung zum Newsletter auch den Vornamen des Empfängers abfragen.

In B2B-Branchen sollte man zusätzlich auch den Nachnamen und eventuell das Geschlecht mit abfragen, um später die E-Mails entsprechend personalisieren zu können.

Personalisierung bei E-Mails wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen, davon gehen mittlerweile die meisten Marketing-Experten aus.

Auch ich denke, dass Personalisierung eine wesentliche Rolle beim Erfolg einer Newsletter-Kampagne spielen kann. Ich personalisiere meine E-Mails seit Jahren und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

Tipp 7: Newsletter mit Mehrwert erstellen

Dieser Tipp wird vor allem den langfristigen Erfolg Ihrer Newsletter sicherstellen – es betrifft den Inhalt Ihrer E-Mails, die Sie an Interessenten und Kunden versenden.

Der Newsletter-Leser wird vor allem die ersten E-Mails nach der Eintragung zum Newsletter vollständig und sehr genau lesen. Warum?

Der Empfänger will herausfinden, ob der Newsletter inhaltlich überzeugen kann oder nicht. Im zweiten Fall wird er den Newsletter schnellstmöglich abbestellen.

Und genau hier liegt der Erfolg eines Newsletters: der Mehrwert für den Empfänger!

Sollte ein Newsletter immer nur langweilig sein oder krampfhaft versuchen, etwas zu verkaufen, werden immer weniger Leser den Newsletter öffnen und lesen. Solche E-Mails werden zunehmend vom Empfänger ignoriert.

Mit qualitativ schlechten Newslettern kann man die Öffnungsrate vom Newsletter nicht steigern – unmöglich!

Ist die Öffnungsrate beim Newsletter niedrig, sollte man als Erstes einen kritischen Blick auf den Inhalt werfen.

Haben auch Sie eine niedrige Öffnungsrate bei Ihren Newslettern, dann schauen Sie zuerst auf Ihre vergangenen Newsletter und vor allem auf deren Inhalt.

Würden Sie Ihren eigenen Newsletter lesen – und das wochen- oder monatelang? Und seien Sie ganz ehrlich dabei.

Die meisten Versender von Newslettern wissen, dass der Inhalt nichts Besonderes ist. Trotzdem fahren sie weiter die gleiche Spur, ohne die Qualität des Newsletters zu hinterfragen.

Und genau das ist ein Vorteil für Sie und mich: wir können unsere Newsletter perfekt auf die Erwartungen des Empfängers ausrichten und mit jeder E-Mail den Empfänger überzeugen.

Das wird dazu führen, dass jeder Newsletter vom Empfänger heiß erwartet wird – und was denken Sie, wie hoch wird dann die Öffnungsrate eines solchen Newsletters sein?

Mindestens 50 %, wenn nicht sogar mehr!

Tipp 8: Die Nutzung einer professionellen Software

Der letzte Punkt und auch einer der wichtigsten, um die Öffnungsrate von einem Newsletter zu steigern, lässt sich auf die Software zurückführen, mit der man seine Newsletter versendet.

Viele wollen Geld sparen und kaufen entweder eine eigene Newsletter-Software oder nutzen dafür einen billigen Service. Das hat weitreichende Folgen für den Erfolg des Newsletters.

Bei der selbst installierten Software kann vor allem die schlechte Zustellbarkeit der E-Mails bemängelt werden.

Da die E-Mails bei einer selbst installierten Software mit einem Standard-Mailserver verschickt werden, beträgt die Zustellrate nicht selten nur 50 %, oft sogar noch weniger.

Das heißt, dass mindestens 50 % aller E-Mails bereits auf dem Weg zum Empfänger verloren gehen und niemals am Ziel ankommen.

Lesen Sie dazu meinen Artikel über die Unterschiede und Vor- und Nachteile einer Newsletter-Software und einem Service, dann werden Sie besser verstehen, wann eine günstige Software und wann ein Service mehr Sinn macht.

Ein weiteres Problem betrifft den Umgang mit den E-Mail-Adressen.

Eine gute Software führt genaue Statistiken zu jeder E-Mail-Adresse. Sollte diese problematisch sein, wird die Software entsprechend den Versand anpassen oder ganz einstellen.

Und das aus dem folgenden Grund: wenn man ununterbrochen E-Mails an eine tote E-Mail-Adresse oder ein volles oder inaktives E-Mail-Postfach sendet, dann führt das zu einer schlechten Reputation des Mailservers.

Das wird zunehmend zu einer schlechteren Zustellrate führen.

Sehen Sie?

Es ist wie eine Kette aus aufeinander folgenden Problemen, die weitreichende Folgen auf den Erfolg eines Newsletters haben können, weil man auf eine falsche Newsletter-Software zurückgreift, um seine E-Mails zu versenden.

Das ist eines der Gründe, warum man seine Newsletter auch nicht mit einem E-Mail-Klienten wie zum Beispiel Thunderbird oder Outlook versenden sollte. Das wird in den meisten Fällen schiefgehen.

Fazit

Ich habe Ihnen einige der wichtigsten Tipps gegeben, wie Sie die Öffnungsrate von einem Newsletter steigern können. Alle diese Tipps sind vielfach erprobt und führen langfristig zu einer höheren Öffnungsrate.

Wichtig ist, auf die Bedürfnisse der Empfänger einzugehen.

Ist es in Ihrer Branche üblich, informationslastige Newsletter zu schreiben, dann erstellen Sie sehr hochwertige Newsletter mit einem hohen Informationsgehalt für Ihre Leser.

Haben Sie hingegen einen Online-Shop, dann versenden Sie die besten Angebote an Ihre Empfänger.

Vorteilhaft kann auch die Einteilung der Empfänger in „Interessensgruppen“ sein.

Möchte ein Interessent Newsletter zu einem bestimmten Thema haben, dann sollte man bei diesem Thema bleiben, wenn man an den gleichen Empfänger weitere Newsletter verschickt.

Die Öffnungsrate wird sich in jedem Fall verbessern, wenn man dem Empfänger exakt die Informationen per E-Mail zusendet, an denen er interessiert ist.

Die großen Newsletter-Versender haben fast immer das Problem, dass sie ihre Newsletter an die Masse versenden. Das funktioniert nicht und wird in Zukunft immer schlechtere Ergebnisse bringen.

In Zukunft muss man Newsletter nicht an die Masse versenden, sondern an jeden einzelnen Empfänger. Dies bestätigen bereits die guten Ergebnisse bei personalisierten Newslettern.

Möchten Sie die Öffnungsrate bei Ihrem Newsletter signifikant steigern, machen Sie jeden Newsletter so persönlich und wertvoll wie möglich. Das ist die geheime Zutat für erfolgreiche Newsletter.

Vitali Lutz

Über Vitali Lutz

Vitali Lutz ist seit 2007 Internet-Marketer aus Leidenschaft. Bis heute beschäftigt er sich mit Kundenakquise durch automatisierte Prozesse und E-Mail-Marketing und hat jahrelange Erfahrungen beim Administrieren von Mailservern auf Linux-Systemen.

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